Wie Hersteller von Industrieausrüstung Schulungsvideos zu Wartung und Installation lokalisieren

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Schulungsvideos zu Geräten bestehen selten nur aus einfachen „Talking-Head“-Inhalten. Bei Industriemarken enthalten Wartungs- oder Installationsvideos oft die wichtigsten Informationen direkt im Bildausschnitt: Teilekennzeichnungen, Schaltpläne, Beschriftungen auf dem Bedienfeld, Warnschilder, Drehmomentwerte, Modellnummern, Schrittmarkierungen, Parametertabellen und Werkzeugbezeichnungen.

Deshalb unterscheidet sich die Übersetzung von Schulungsvideos für Geräte von der Übersetzung eines normalen Videos. Ein Voiceover oder eine Untertitelspur mag zwar erklären, was der Ausbilder sagt, doch der Techniker muss dennoch verstehen, was er sieht. Bleibt die visuelle Ebene in der Ausgangssprache, könnten Serviceteams, Vertriebspartner, Installateure und Kunden im Ausland dennoch genau den Schritt, die Beschriftung oder den Sicherheitshinweis übersehen, der die Schulung erst sinnvoll macht.

In diesem Leitfaden wird erläutert, wie Hersteller von Industrieausrüstung Schulungsvideos zu Wartung und Installation mithilfe eines praktischen Arbeitsablaufs lokalisieren können: Übersetzung der gesprochenen Anweisungen, einheitliche Verwendung der Fachbegriffe und Neugestaltung Bildschirmtext in Videos damit das Video auch für Teams, die eine andere Sprache sprechen, verständlich bleibt.

Ein Industrietechniker sieht sich ein übersetztes Schulungsvideo zu einer Anlage an, dessen Bildschirmbeschriftungen lokalisiert wurden
Lokalisierte Schulungsvideos zu den Geräten helfen Technikern dabei, die Installationsschritte, Beschriftungen und Sicherheitshinweise in ihrer eigenen Sprache zu befolgen.

Was sind Schulungsvideos zu Geräten?

Schulungsvideos zu Geräten sind Anleitungsvideos, die den Zuschauern zeigen, wie ein Gerät installiert, bedient, gewartet, bei Störungen überprüft oder repariert wird. Im Industrie- und Hardwarebereich können sie Außendiensttechniker, Vertriebsteams, Händlernetzwerke, interne Techniker oder Kunden unterstützen, die ein Produkt sicher und korrekt verwenden müssen.

Ein typisches Schulungsvideo zu Geräten zeigt beispielsweise, wie man einen Wechselrichter verkabelt, ein Bedienfeld installiert, einen Filter austauscht, eine Maschine kalibriert, ein Bauteil reinigt, einen Sensor prüft oder ein Verriegelungsverfahren durchführt. Die Inhalte sind oft visuell, da der Zuschauer das Bauteil, das Werkzeug, den Bildschirm oder den Arbeitsablauf sehen muss.

Genau diese visuelle Dichte erschwert die Lokalisierung. Eine übersetzte Sprachaufnahme kann dem Nutzer zwar sagen, was er tun soll, doch wenn die Beschriftungen, Warnhinweise, Tabellen oder Diagramme auf dem Bildschirm unübersetzt bleiben, muss der Zuschauer dennoch selbst herausfinden, in welchem Zusammenhang der Ton mit dem Gerät vor ihm steht.

Warum die Übersetzung von Schulungsvideos für die Industrie schwieriger ist

Allgemeine Schulungsvideos stützen sich oft auf Begleitkommentare, Folien und einfache Bildunterschriften. Videos zu Industrieanlagen unterscheiden sich davon, da die visuelle Ebene operative Bedeutung trägt. Ein Techniker hält das Video möglicherweise an, um ein Anschlussschild zu vergleichen, eine Teilenummer zu überprüfen, eine Warnung zu lesen oder einer nummerierten Abfolge zu folgen. Ist dieser Text nicht lokalisiert, ist das Video nur teilweise übersetzt.

Dies ist besonders wichtig bei Inhalten zu Wartung und Installation, da der Betrachter oft versucht, eine Aufgabe zu erledigen, und nicht nur ein Konzept zu erlernen. Das Ziel ist nicht Unterhaltung oder Sensibilisierung. Das Ziel ist das richtige Vorgehen.

Bei sicherheitsrelevanten Schulungen kommt es auf Klarheit an, denn die Mitarbeiter benötigen Anweisungen, die sie verstehen können. Bei sicherheitsrelevanten Schulungen ist der praktische Maßstab einfach: Die Mitarbeiter benötigen Anweisungen, die sie verstehen und korrekt umsetzen können. Wenn sich Geräte, Prozesse oder Abläufe ändern, sollten auch die Schulungsinhalte überprüft werden, damit die lokalisierte Version weiterhin der tatsächlichen Aufgabe entspricht. Das macht zwar nicht jedes Gerätvideo zu einem Compliance-Dokument, zeigt aber, warum sprachliche Klarheit bei technischen Schulungen kein rein kosmetisches Detail ist.

Auch die Standards für die Maschinendokumentation gehen in eine ähnliche Richtung. Auch Normen für Maschinenanleitungen folgen einem ähnlichen Prinzip: Informationen zur Anlage sollten strukturiert, verständlich und nützlich für diejenigen sein, die die Maschine installieren, bedienen, warten und instand halten. Videotrainings sind zwar nicht dasselbe wie eine Bedienungsanleitung, doch das Prinzip gilt auch hier: Informationen zur Anlage sollten strukturiert und verständlich für diejenigen sein, die die Maschine nutzen, warten und instand halten.

Für globale Industriemarken ergibt sich daraus ein praktisches Lokalisierungsproblem. Das Team verfügt zwar möglicherweise bereits über hochwertige Schulungsvideos auf Englisch, Chinesisch, Deutsch, Japanisch oder Spanisch, doch das Publikum im Ausland benötigt eine Version, in der die gesprochenen Anweisungen mit den visuellen Anweisungen übereinstimmen.

Was muss in Wartungs- und Installationsvideos lokalisiert werden?

Der erste Fehler besteht darin, die Lokalisierung von Videos über technische Geräte lediglich als Audioübersetzung zu betrachten. Bei industriellen Inhalten müssen in der Regel mindestens vier Ebenen überprüft werden.

Vier Ebenen, die bei der Lokalisierung von Gerätvideos zu prüfen sind: die Sprach-Ebene, die Terminologie-Ebene, die visuelle Text-Ebene und die Qualitätskontroll-Ebene
Bei der Lokalisierung von Anleitungsvideos für Geräte sollten vor der Veröffentlichung die gesprochenen Anweisungen, die Fachterminologie, die Bildtexte und die Qualitätskontrolle überprüft werden.

Die Sprachspur umfasst Erzählungen, Erläuterungen des Kursleiters, Hinweise zur Fehlerbehebung und Sicherheitshinweise. Diese Spur kann je nach Zielgruppe und Anwendungsfall durch Synchronisation, Voice-over oder Untertitel übersetzt werden.

Die Terminologieebene umfasst Teilebezeichnungen, Produktnamen, Modellnummern, Fehlercodes, Einheiten, Materialien und Prozessbegriffe. Diese Ebene erfordert Einheitlichkeit. Wenn ein Teil in einem Abschnitt als “Drucksensor” und in einem anderen als “Druckmessgerät” bezeichnet wird, weiß ein Techniker möglicherweise nicht, ob sich das Video auf dieselbe Komponente bezieht.

Die visuelle Textebene umfasst Beschriftungen, Erläuterungen, Bildunterschriften, Bildschirmtexte, Schaltpläne, Sicherheitshinweise, Schrittnummern und Parametertabellen. Genau hier scheitern viele übersetzte Schulungsvideos. Der Zuschauer hört eine Sprache, liest aber eine andere, weshalb Teams oft eine Möglichkeit benötigen, um Text in technischen Videos umbrechen, sondern nicht nur die Tonspur übersetzen.

Die Qualitätskontrollstufe umfasst eine Überprüfung durch Menschen, insbesondere wenn es bei den Inhalten um Sicherheit, Compliance, Gewährleistung, Installation oder komplexe Geräte geht. KI kann den Arbeitsablauf zwar beschleunigen, doch sollten technische Schulungsunterlagen weiterhin von einer Person überprüft werden, die sich mit dem Produkt und der Zielsprache auskennt.

Schulungsvideos zu gängigen Geräten, die zuerst lokalisiert werden sollen

Nicht alle Schulungsmaterialien erfordern denselben Lokalisierungsaufwand. Industrieteams sollten in der Regel mit Videos beginnen, bei denen Missverständnisse zu einem erhöhten Supportaufwand, Installationsfehlern oder Sicherheitsrisiken führen können.

Anleitungsvideos zur Installation stehen oft an erster Stelle. Diese Videos erklären die Einrichtung, die Montage, die Verkabelung, die Kalibrierung, den Einbau von Zubehör oder die Inbetriebnahme. Sie enthalten häufig Pfeile, Beschriftungen, Maße, Bezeichnungen von Anschlüssen und Schrittmarkierungen auf dem Bildschirm, weshalb die visuelle Übersetzung wichtig ist.

Schulungsvideos zum Thema Wartung sind eine weitere Kategorie mit hoher Priorität. Diese können Reinigungs-, Inspektions- und Schmierarbeiten, den Austausch von Ersatzteilen, den Filterwechsel oder regelmäßige Überprüfungen zeigen. Der Zuschauer muss oft bestimmte Bauteile identifizieren und eine wiederholbare Abfolge befolgen.

Auch Videos zur Fehlerbehebung eignen sich besonders gut, da sie Symptome, Fehlercodes, Testverfahren und Bildschirmanzeigen des Bedienfelds miteinander verbinden. Eine übersetzte Untertitelung reicht möglicherweise nicht aus, wenn die Fehlermeldung oder der Diagnosebildschirm unübersetzt bleibt, insbesondere wenn dasselbe Material als Teil von mehrsprachige Produkt-Support-Videos.

Auch Produktschulungsvideos für Distributoren und Händler können von einer Lokalisierung profitieren, insbesondere wenn Partner im Ausland sich mit Produktunterschieden, Installationsanforderungen, den wichtigsten Verkaufsargumenten oder Antworten für den Kundensupport vertraut machen müssen. In diesem Fall geht es nicht nur um technische Genauigkeit, sondern auch um die Unterstützung des Vertriebs, ähnlich wie bei B2B-Erklärvideos für technische Produkte müssen komplexe Details für internationale Käufer verständlich machen.

Videos zu den Themen Sicherheit und Einhaltung von Vorschriften erfordern eine besonders sorgfältige Überprüfung. Enthält ein Video Warnhinweise, Erläuterungen zu Gefahren, Anweisungen zur persönlichen Schutzausrüstung oder Verfahrensgrenzen, sollte die übersetzte Fassung vor der Veröffentlichung besonders sorgfältig geprüft werden.

Warum Untertitel für Schulungsvideos zu Geräten nicht ausreichen

Untertitel sind nützlich, ersetzen jedoch nicht die visuelle Ebene eines technischen Videos. In einem Schulungsvideo zur Bedienung von Geräten muss der Zuschauer möglicherweise gleichzeitig auf die Maschine, die Hände des Technikers, das Bedienfeld und den Untertitel achten. Bleibt der ursprüngliche Bildschirmtext in einer anderen Sprache, muss der Zuschauer zwei Informationsströme gedanklich miteinander in Einklang bringen.

Diese Unterteilung lässt sich in einem einfachen Erklärvideo gut handhaben. Weniger akzeptabel ist sie jedoch, wenn der Zuschauer einen Installationsschritt nachverfolgt oder einen Sicherheitshinweis liest.

Stellen Sie sich zum Beispiel ein Video vor, in dem erklärt wird, wie man Kabel an einen Klemmenblock anschließt. Im Untertitel heißt es: “Schließen Sie das blaue Kabel an die Neutralleiterklemme an”, doch in der Abbildung auf dem Bildschirm sind weiterhin die Klemmenbezeichnungen in der Ausgangssprache zu sehen. Der Zuschauer muss nun den übersetzten Ton mit den nicht übersetzten visuellen Informationen in Einklang bringen. Das ist eine unnötige Hürde.

Das gleiche Problem tritt bei Videos mit Parametertabellen, Produktetiketten, Fehlerbehebungsbildschirmen, Warnaufklebern oder Montageanleitungen auf. In diesen Fällen ist die Übersetzung des gesprochenen Textes nur ein Teil der Aufgabe. Auch der Bildschirmtext des Videos muss übersetzt werden, damit die visuellen Darstellungen mit der Anleitung übereinstimmen, insbesondere wenn Teams Produktetiketten in Videos einblenden oder technische Anmerkungen neu erstellen, die bereits in den Rahmen integriert sind.

Vorher-Nachher-Beispiel für übersetzten Bildschirmtext in einem Schulungsvideo für Industrieanlagen
Die Übersetzung von Bildschirmtexten trägt dazu bei, dass in Schulungsvideos für Industrieanlagen visuelle Anleitungen sprachübergreifend verständlich bleiben.

So übersetzen Sie Bildschirmtexte in Schulungsvideos für Geräte

Ein praktischer Arbeitsablauf beginnt mit einer Bestandsaufnahme. Bevor Sie das gesamte Video übersetzen, sollten Sie feststellen, an welchen Stellen visueller Text erscheint und ob dieser das Verständnis beeinträchtigt. Nicht jede kleine Beschriftung im Hintergrund muss ersetzt werden, aber wichtige Schulungselemente sollten überprüft werden.

Konzentrieren Sie sich zunächst auf Texte, die das Handeln des Betrachters beeinflussen: Teilebezeichnungen, Sicherheitshinweise, Richtungspfeile, Schrittnummern, Texte auf Bedienfeldern, Schaltpläne, Messwerte und Meldungen auf Benutzeroberflächen. Dies sind die Elemente, die sich am ehesten auf die Installation, Wartung oder Fehlerbehebung auswirken. Inhalte mit vielen Diagrammen erfordern möglicherweise ebenfalls einen spezifischeren Arbeitsablauf, um Beschriftungen in Trainingsvideos übersetzen ohne dass der Rahmen dadurch schwerer lesbar wird.

Erstellen Sie als Nächstes eine Terminologieliste. In Schulungsvideos für die Industrie kommen häufig wiederkehrende Begriffe vor: Bezeichnungen von Bauteilen, Modellbezeichnungen, Einheiten, Werkzeugbezeichnungen, Materialien, Softwarebezeichnungen und Fehlercodes. Ein Glossar trägt dazu bei, dass das übersetzte Video in Bezug auf Ton, Untertitel und neu erstellte Bildschirmtexte einheitlich bleibt.

Übersetzen Sie anschließend den gesprochenen Inhalt und den visuellen Text als miteinander verknüpfte Ebenen. Dabei geht es nicht nur um sprachliche Genauigkeit. Die übersetzten Begriffe sollten mit dem übereinstimmen, was der Betrachter sieht, hört und später in Handbüchern, Stücklisten oder Support-Dokumenten nachschlägt.

Überprüfen Sie abschließend den überarbeiteten Text innerhalb des Videorahmens. Manche Sprachen nehmen mehr Platz ein. Manche Begriffe werden länger. Bei manchen Diagrammen ist der Platz begrenzt. Ein gut lokalisiertes Video sollte lesbar bleiben, ohne die Geräte zu verdecken, eine Handbewegung zu verdecken oder den visuellen Ablauf zu unterbrechen.

Ein praktischer Lokalisierungs-Workflow für Teams in der Industrie

Bei den meisten Marken für Industrieausrüstung sollte der Arbeitsablauf so einfach sein, dass er sich auf alle Produktlinien übertragen lässt. Das gleiche Prinzip gilt, wenn Teams SOP- und Prozessschulungsvideos lokalisieren, wo Konsistenz wichtiger ist als die Geschwindigkeit bei einzelnen Übersetzungen.

  1. Konzentrieren Sie sich vorrangig auf Inhalte, die die Anzahl der Supportanfragen reduzieren, Partner im Ausland unterstützen, die Installation erläutern oder Aufgaben vermitteln, die Kunden häufig wiederholen. Beginnen Sie nicht mit jedem Video aus der Bibliothek. Beginnen Sie mit den Videos, bei denen Missverständnisse kostspielige Folgen haben können.
  2. Sammeln Sie anschließend, soweit möglich, Ausgangsmaterialien: Skripte, Handbücher, Terminologielisten, Produktnamen, Screenshots und vorhandene Übersetzungen. Falls die ursprünglichen Bearbeitungsdateien verfügbar sind, können diese hilfreich sein. Ist lediglich die fertige MP4-Datei verfügbar, sollte der Arbeitsablauf dennoch fest im Video eingebettete Textstellen berücksichtigen.
  3. Übersetzen Sie den Sprechertext und die Untertitel und behandeln Sie den Bildschirmtext anschließend als separate Lokalisierungs-Ebene. Dies ist wichtig, da visueller Text oft nicht nur übersetzt, sondern auch layouttechnisch angepasst werden muss. Eine übersetzte Beschriftung muss in den Rahmen passen, lesbar bleiben und zum richtigen Zeitpunkt erscheinen.
  4. Anschließend sollten Sie das Video gemeinsam mit einem technischen Verantwortlichen durchsehen. Dieser Prüfer muss nicht jeden Satz umschreiben, sollte jedoch sicherstellen, dass Produktbezeichnungen, Sicherheitshinweise, Modellnummern, Maßeinheiten und die einzelnen Schritte korrekt sind.

Testen Sie das Video vor der Veröffentlichung unter Berücksichtigung des tatsächlichen Anwendungsfalls. Kann ein Techniker die Installationsschritte nachvollziehen? Kann ein Vertriebmitarbeiter die Verkaufsargumente verstehen? Kann ein Support-Team dieses Video an einen Kunden senden, ohne eine ausführliche Erklärung hinzuzufügen? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, ist die Übersetzung noch nicht fertig.

Wie Vozo AI die Lokalisierung von Schulungsvideos für Geräte unterstützt

Vozo AI kann diesen Arbeitsablauf unterstützen, wenn Teams aus der Industrie sowohl die Audio- als auch die visuelle Ebene eines Schulungsvideos übersetzen müssen. Die Videoübersetzungstools von Vozo helfen bei der Übersetzung gesprochener Inhalte mithilfe von Untertiteln oder Synchronisation, während „Visual Translate“ speziell für Bildschirmtexte in Videos entwickelt wurde.

Bei Schulungsvideos zu Geräten fehlt oft die visuelle Ebene. Vozo Visual Translate kann Text auf dem Bildschirm erkennen, löschen, übersetzen und in der Zielsprache neu erstellen, ohne dass die Original-Projektdateien erforderlich sind. Dies ist nützlich für Schulungsvideos, die Gerätebeschriftungen, Sicherheitshinweise, Folientexte, Anmerkungen, Produktbeschriftungen oder anderen eingebetteten visuellen Text enthalten.

Vozo Visual Translate-Oberfläche, die den übersetzten Bildschirmtext in einem Schulungsvideo für Industrieanlagen anzeigt
Vozo Visual Translate kann dabei helfen, eingebettete Bildschirmtexte in Schulungsvideos für Geräte neu zu erstellen, während der ursprüngliche Videokontext sichtbar bleibt.

Der praktischste Anwendungsfall besteht nicht darin, die Überprüfung durch Menschen zu ersetzen, sondern den manuellen Aufwand bei der Erstellung einer lokalisierten Version zu reduzieren. Industrieteams können KI nutzen, um die Erkennung, Übersetzung und visuelle Neugestaltung zu beschleunigen, und anschließend die Fachbegriffe überprüfen, bevor sie die endgültige Version exportieren.

Dies ist von Bedeutung, wenn eine Marke über viele ähnliche Videos hinweg verschiedener Produktlinien, Sprachen oder Regionen verfügt. Ein einzelnes Wartungsvideo lässt sich vielleicht noch manuell bewältigen. Eine Bibliothek mit Videos zu Installation, Fehlerbehebung und Händlerschulungen lässt sich jedoch ohne einen wiederholbaren Arbeitsablauf deutlich schwerer skalieren.

Qualitätscheckliste vor der Veröffentlichung eines lokalisierten Schulungsvideos für Geräte

Bevor Sie ein lokalisiertes Wartungs- oder Installationsvideo veröffentlichen, sollten Sie es als Schulungsmaterial prüfen und nicht nur als übersetzte Mediendatei betrachten.

  • Überprüfen Sie, ob alle wichtigen Bildschirmtexte übersetzt sind. Dazu gehören Beschriftungen, Warnhinweise, Diagramme, Bildschirmanzeigen des Bedienfelds, Tabellen und Anweisungen, die das Verhalten des Betrachters beeinflussen.
  • Stellen Sie sicher, dass die Terminologie im Video, in den Untertiteln, in den Handbüchern, in den Support-Artikeln und auf den Produktseiten einheitlich ist. Wenn dasselbe Teil an verschiedenen Stellen unterschiedliche Bezeichnungen hat, korrigieren Sie dies, bevor das Video an Kunden oder Partner gelangt.
  • Überprüfen Sie Einheiten, Modellbezeichnungen, Artikelnummern, Spannungswerte, Abmessungen und Sicherheitshinweise sorgfältig. “Lokalisieren” Sie Werte nicht, es sei denn, die Umrechnung ist beabsichtigt und wurde überprüft.
  • Stellen Sie sicher, dass der übersetzte Text sowohl auf Mobilgeräten als auch auf Desktop-Bildschirmen gut lesbar ist. Ein Außendiensttechniker sieht sich das Video möglicherweise auf einem Smartphone an, während ein Schulungsleiter dasselbe Video in einem Schulungsraum vorführt.

Entscheiden Sie abschließend, ob der Inhalt einer Freigabe durch Mitarbeiter aus den Bereichen Produkt, Sicherheit, Recht oder den regionalen Teams bedarf. Je höher das operative Risiko, desto wichtiger wird der Überprüfungsschritt.

Schlussfolgerung

Schulungsvideos für Industrieanlagen sind wertvoll, weil sie das veranschaulichen, was schriftliche Anleitungen nicht immer auf den Punkt bringen können: wo sich ein Teil befindet, wie ein Arbeitsschritt ausgeführt wird, was auf einem Bedienfeld angezeigt wird und was ein Techniker als Nächstes überprüfen sollte.

Dieser Wert hängt jedoch vom Verständnis ab. Wenn ein Zuschauer im Ausland die übersetzte Anleitung zwar hören kann, aber den Schaltplan, das Warnschild, die Parametertabelle oder die Gerätebezeichnungen dennoch nicht lesen kann, ist das Video nicht vollständig lokalisiert.

Für Hersteller von Industrieausrüstung empfiehlt es sich, die Lokalisierung von Videos als mehrstufigen Arbeitsablauf zu betrachten: Übersetzung der Sprachausgabe, Lokalisierung der Untertitel, Neugestaltung wichtiger Bildschirmtexte und Überprüfung der Fachterminologie vor der Veröffentlichung. Auf diese Weise werden Wartungs- und Installationsvideos für Techniker, Vertriebspartner, Serviceteams und Kunden weltweit nutzbar.

FAQ

Was versteht man unter der Lokalisierung von Schulungsvideos für Geräte?

Die Lokalisierung von Schulungsvideos für Geräte ist der Prozess der Anpassung von Videos zu Installation, Wartung, Bedienung und Fehlerbehebung für Zuschauer in einer anderen Sprache oder Region. Dazu gehören in der Regel die Übersetzung der gesprochenen Anweisungen, der Untertitel, der Fachbegriffe sowie wichtiger Bildschirmtexte wie Beschriftungen, Diagramme, Warnhinweise und Informationen auf dem Bedienfeld.

Warum reichen Untertitel bei Schulungsvideos zur Wartung nicht aus?

Untertitel geben den gesprochenen Text wieder, doch Wartungsvideos stützen sich häufig auf sichtbare Informationen innerhalb des Bildausschnitts. Wenn Teilebezeichnungen, Warnschilder, Parametertabellen oder Schaltpläne in der Ausgangssprache verbleiben, könnten Technikern dennoch genau die Informationen fehlen, die sie zur Erledigung der Aufgabe benötigen.

Welche Arten von Bildschirmtexten sollten in Videos zu Geräten übersetzt werden?

Zu den Texten mit höchster Priorität zählen Geräteetiketten, Schrittnummern, Sicherheitshinweise, Schaltpläne, Texte auf Bedienfeldern, Fehlermeldungen, Spezifikationstabellen, Messwerte und Produktbeschriftungen. Hintergrundtexte, die das Verständnis nicht beeinträchtigen, können in der Regel eine niedrigere Priorität haben.

Wer benötigt übersetzte Schulungsvideos für Geräte?

Marken für Industrieausrüstung, Hardware-Hersteller, Außendienstteams, Teams für den technischen Support, Teams zur Unterstützung von Vertriebspartnern und Teams für Kundenschulungen benötigen häufig übersetzte Schulungsvideos für Geräte. Die wichtigsten Anwendungsfälle sind Installation, Wartung, Fehlerbehebung, Sicherheit und Produktschulungen.

Kann KI technische Schulungsvideos übersetzen?

KI kann bei der Übersetzung technischer Schulungsvideos helfen, indem sie die Transkription, die Übersetzung von Untertiteln, die Synchronisation und die Übersetzung von Bildschirmtexten beschleunigt. Technische Videos sollten jedoch weiterhin von Produkt- oder Fachexperten überprüft werden, insbesondere wenn es um Themen wie Sicherheit, Installation, Gewährleistung oder vorgeschriebene Verfahren geht.